#stvt41 oder „Schrei nach Strafe“ – ein Resümee 

by RAKirschbaum on

So, das war es dann nun wieder für dieses Jahr mit dem Treffen der Strafverteidigerinnen und Strafverteidigern an dem ja aber auch nicht immer alle teilnehmen.

Wie war es denn jetzt also:

Zunächst lässt sich sagen, dass mich Bremen überzeugt hat! Eine wirklich schöne Stadt.

Darüberhinaus fanden wieder viele gute Gespräche außerhalb der Veranstaltungen statt. Für mich einer der Hauptaspekte, wenn es um solche „Tage“ geht. Der Deutsche Jagdrechtstag macht da ebenfalls keine Ausnahme. Praxiswissen, um meine tägliche Arbeit einfacher, besser – also noch besser – zu machen habe ich aus Podiumsdiskussionen selten mitgenommen.

Was mir jedoch in diesem Jahr herausragend in Erinnerung geblieben ist war der Eröffnungsvortrag. Ein Aufruf, ein Weckruf, eine Erinnerung, wenn nicht gar eine Ermahnung an unsere Zunft, warum wir diesen Job machen und warum es wichtig und richtig ist, dass wir engagiert verteidigen, dass wir Staatsanwaltschaften und Gerichten erfolgreich und präzise die Stirn bieten in Zeiten, in denen die Freiheitsrechte immer weiter eingeschränkt werden. Und, in denen auch die Rechte der Verteidigung immer weiter eingeschränkt werden.

„Mögest Du in interessanten Zeiten leben!“

soll ja ein chinesisches Sprichwort sein, welches als Fluch gemeint ist. So habe ich das allerdings noch nie gesehen.

Gerade in solchen Zeiten ist eine derartige Veranstaltung und der intensive Austausch mit Kolleginnen und Kollegen Gold wert. Ob der Austausch im Zwiegespräch oder die Erkenntnisse aus den Arbeitsgemeinschaften, man kommt zu dem Ergebnis, dass unsere Zeiten interessant sind, es bleiben und möglicherweise sogar noch interessanter werden.

Ein Grund, ein guter, vielleicht der wichtigste, heute Morgen wieder mit neuem Elan, noch mehr Biß, Kraft und Engagement einen wichtigen Job zu machen!

Der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand steht hier im Fokus, der überregionale Austausch, das Wissen, dass Kollegen die selben Probleme oder auch vollkommen andere in ihrem Sprengel haben ist wichtig. Es hilft, dass man sich nicht immer wie Don Quijote fühlt.

Und jetzt wird wieder angegriffen 😉

In diesem Sinne…

 

Written by: RAKirschbaum

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