Uncategorized

Leseempfehlung

by RAKirschbaum on

Zur Zeit lese ich ein Buch, welches sich zwar auch mit Strafrecht, Strafverteidigung und Strafverfahren beschäftigt, allerdings auf der anderen Seite des Atlantiks.

Es ist „Ohne Gnade“ von Bryan Stevenson. Der Einfachheit halber lese ich es auf Deutsch; im Original heißt es“Just Mercy“ . Der Autor ist Rechtsanwalt und auf sog. „Todeskanditaten“ spezialisiert. Das Buch zeigt auf jeder Seite die Schwächen und Fehler im amerikanischen Rechtssystem und auch in der Gesellschaft auf. Man kann es, so glaube ich, durchaus in Teilen als „Bankrott“-Erklärung verstehen.

Man kann vieles anprangern an unserem System der Strafverfolgung und eine Menge davon auch bestimmt mit Recht, aber das es in unserem Land und Rechtssystem keine Todesstrafe gibt, gehört mit Sicherheit nicht dazu.

Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es durchaus sehr aufwühlend ist. Gut schlafen kann man nach der Lektüre nicht immer.

Warum lese ich so etwas neben all den deutschen Fachzeitschriften? Weil es wichtig ist über den viel besungenen Tellerrand zu gucken. Und weil es an machen Tagen, die einfach nicht so laufen, wie es sein sollte oder wie es in der StPO steht, gut tut zu wissen, dass es immer noch schlimmer geht.

In diesem Sinne…

 

Thomas Fischer ist Vorsitzender Richter beim BGH. Zudem schreibt er einmal wöchentlich eine Kolumne in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“.

Meiner Meinung nach ist diese grundsätzlich sehr lesenswert, diese Woche allerdings im besonderen, daher möchte diese dem geneigten Leser ans Herz legen.

Bin mal gespannt, was ich davon in den kommenden Btm-Verfahren im jeweiligen Plädoyer verarbeiten werde…. Einige Ideen habe ich schon!

In diesem Sinne…

Philosophie zum Wochenende

by RAKirschbaum on

Diese Frage zeigt immer wieder sehr deutlich die manchmal herrschende Diskrepanz zwischen Recht und Moral.

Die sich dahinter verbergende Geschichte steht hier.

Ob an den erhobenen Vorwürfen etwas dran ist oder nicht kann zum jetzigen Zeitpunkt außer Acht gelassen werden. Ebenso wenig wie über dieses Verfahren, weiß ich über das mexikanische Rechtssystem.

Es geht um die philosophische Frage dahinter. Wie weit ist der Einzelne bereit zu gehen, um zu überleben? Welche Regeln des „gedeihlichen“ Zusammenlebens kippen als erste?

Erinnert schon stark an den Fuerza-Aérea-Uruguaya-Flug 571.

Erfolgreiches Nachgrübeln und In-sich-gehen. Soll man ja zur Weihnachtszeit ohnehin.

In diesem Sinne